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Ausstellung Schlossgalerie Steyr, Unteres Geschoss - ZEITFENSTER

Konzept

Die Botschaft meiner in der Schlossgalerie präsentierten Werkgruppen soll mit dem Titel „Zeitfenster“ zum Ausdruck kommen: Das Bild als Versuch, den Moment zu öffnen auf Gewesenes und Mögliches. Aktualität birgt immer Zeitdimensionen. Mit den Mitteln der Metapher und der kritischen Abstraktion können Zeitphänomene beleuchtet werden.

Der Fokus des Ausstellungskonzeptes ist darauf gerichtet, eine Bildwelt in Eitemperamalerei mit dem Themenkomplex „MENSCH – NATUR – RAUM“ in eine historische Architektur hineinzusetzen.

Der historische Raum selbst kann verstanden werden als Abfolge von „Zeitfenstern“. Die besondere Architektur der Schlossgalerie mit den barocken Fensternischen und Erkern, mit dem Blick in den Burggraben und den Mauerresten im Inneren hat zum Ausstellungstitel „Zeitfenster“ angeregt. Ein idealer Raum für die Begegnung zwischen Architektur und zeitgenössischer Kunst.
Die klare Architektur mit den Pfeilerreihen bietet einen stabilen Hintergrund und gleichzeitig öffnen die Arkaden und die Fensternischen viel Spielraum für die Präsentation meiner Bildwerke.

Die Planung der Ausstellung zielt darauf ab, einzelne räumliche Gegebenheiten mittels Anordnung der Gemälde in Gruppen zu akzentuieren, andere wiederum durch Loslösung von Wand und Pfeiler in den Raum zu stellen. Damit mögen sich neue Blickperspektiven ergeben.

Im Wechselspiel zwischen Raumperspektiven und dem „Zeitfenster“ der Malerei öffnen sich bei den Betrachtern und Betrachterinnen assoziative, neue Dimensionen.

Pressetext Ausstellung „Zeitfenster“ von Hermine Karigl-Wagenhofer

Im unteren Geschoss der Schlossgalerie Steyr

12. April bis 19. Mai 2019

Hermine Karigl-Wagenhofers kommende Ausstellung in der Schlossgalerie Steyr stellt neben neuen Werken auch einen Querschnitt ihres Schaffens der letzten fünfzehn Jahre dar. Offenbar von der historisch anmutenden Erlebnissphäre des Ausstellungsraumes inspiriert wählt die Künstlerin „Zeitfenster“ als Ausstellungstitel. Assoziativ und facettenreich lässt sie diese Metapher in die
einzelnen Stationen der Präsentation einfließen.

„Zeitfenster“ ist so etwas wie eine reflektierte Abrechnung über Gewesenes (Bildstelen, „Kopflandschaften“, Säulenbilder) und ein Ausblick über noch zu Schaffendes. Die neuen „Zeitfenster“ sind eine weitere Haltestelle in den immerwährenden Zyklen über den Menschen und seine Möglichkeit zur Verwandlung, denen sich die Künstlerin verschrieben hat, sie gliedern sich lautlos in ihre bereits bekannte Gedankenwelt ein. (Mag. Michaela Drescher)